Die Artigiana
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Diese Einrichtung - in der Nähe von Taksim - steht in der Trägerschaft von christlichen Laien, vorwiegend Italienern und Franzosen. Sie gibt alten Menschen ohne Blick auf Herkunft, Nationalität und Religion Unterkunft in Form von betreutem Wohnen. Die Anfänge der Artigiana liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In jener Zeit der Industrialisierung versuchten viele Handwerker aus Europa ihr Glück auch im Orient. Zahlreichen war es nicht hold und sie lebten statt in dem erhofften Wohlstand in Armut und Hoffnungslosigkeit. Giacome Anderlich, ein Katholik, erbarmte sich dieser Gestrandeten und ihrer Familien und ließ kleine Häuschen für sie errichten. Daher auch der Name „Artigiana“ - „Handwerk“. Mit der Zeit gab es viele ältere Menschen europäischer, christlicher Herkunft, die Wohnraum benötigten. Sie wurden die nächsten Bewohner der Häuschen. 1964 brachte Gabriel Couteaux gemeinsam mit gleichgesinnten ortsansässigen Familien die notwendigen finanziellen Mittel auf und es entstanden in dem schönen großen Garten zwei neue Häuserblocks. Die Zimmer wurden mit Küchenzeile, Dusche und WC ausgestattet. Auch ein Krankenrevier kam dazu. In dieser Ausstattung steht die Artigiana auch heute den Senioren in Istanbul zur Verfügung. (A. Medovic) |